Unterschiede gewerblich und privat

Zum 07. April 2017 ist die Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten (auch Drohnen-Verordnung genannt) in Kraft getreten.
Hierdurch wird ab dem 01. Oktober 2017 für alle Nutzer von Flugmodellen/unbemannten Luftfahrtgeräten/Drohnen mit mehr als 2 kg Abfluggewicht ein Kenntnisnachweis/Drohnenführerschein zur Pflicht.

Der Nachweis kann wie folgt erbracht werden (§ 21a (4)):

  1. durch eine gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder eine beglaubigte Kopie derselben
  2. eine Bescheinigung über eine bestandene Prüfung von einer nach § 21d vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle
  3. eine Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein nach § 21e für den Betrieb eines Flugmodells

Der erste Punkt ist in der Regel eindeutig. Bei den Punkten 2 und 3 kann es bei Nutzern zu Unstimmigkeiten bzw. Verwirrung kommen, da der Glaube entsteht, dass die Vorgehensweise unter Punkt 3 auch für die gewerbliche Tätigkeit reicht.

 

Kenntnisnachweis / Drohnenführerschein Kenntnisnachweis "light" / Einweisungsbescheinigung
2. Bescheinigung über eine bestandene Prüfung von einer nach § 21d vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle

3. Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband

Nutzungsrelevanz:

gewerblich und privat

Flugmodelle über 100 m AGL erlaubt
UAS/Drohnen bis 100 m AGL erlaubt

Höhenangaben ohne Berücksichtigung von Kontrollzonen u.ä.. Hierzu bitte separat informieren.

Bei gewerblicher Nutzung und Einhaltung der Regeln besteht hier keine Gefahr eine Ordnungswidrigkeit zu begehen bzw. den Versicherungsschutz zu verlieren.

Nutzungsrelevanz:

NUR privat

Flugmodelle über 100 m AGL erlaubt
UAS/Drohnen nicht erlaubt

Höhenangaben ohne Berücksichtigung von Kontrollzonen u.ä.. Hierzu bitte separat informieren.

Hier besteht bei gewerblicher Nutzung eine Ordnungswidrigkeit und auch der Versicherungsschutz wird in diesem Fall nicht greifen.